|
Hey Max.
Fast jeder Nachricht lässt sich irgendetwas Gutes abgewinnen, wenn wir sie entsprechend betrachten. Und deshalb schicke ich heute gleich vorweg, dass die „Raus und machen" Hängematten im neuen Jahr und rechtzeitig zum Frühling bestellbar sein werden. Das bedeutet allerdings auch, dass es jetzt vor Weihnachten leider nichts mehr wird, denn der Container hängt immer noch im Hamburger Hafen fest und ich komme nicht ran. Sorry dafür! Was das neue Jahr für uns bereithalten kann, darum geht es auch in der aktuellen FREI RAUS Folge mit Kim und Eike. Hier im Webarchiv kannst du direkt reinhören!
Das erwartet dich in diesem Newsletter:
🔘 Inspirierende Filme von Kim und Eike
🔘 Die Bären-Doku mit David Bittner (endlich!)
🔘 Mountain Runner Anton Krupicka
🔘 Mein Multitool-Messer
Die Bären-Doku mit David Bittner // Ende Oktober hat der Bärenforscher David Bittner im FREI RAUS Podcast von seiner Arbeit in Alaska erzählt (hier gibt's die Folge online). Jetzt lief der großartige Film „Der Bär in mir” über ihn bei Arte und ist kostenlos in der Mediathek abrufbar – hier kommst du hin!
Mountain Runner Anton Krupicka // Der Amerikaner Anton Krupicka hat vor rund zehn Jahren mit seinem Charisma, dem freakigen Look und beeindruckenden Leistungen die Ultra-Laufszene aufgewirbelt. Ich hatte das Glück, damals mal ausführlich mit ihm zu sprechen. Mittlerweile läuft er keine Rennen mehr, sondern streift nur noch für sich laufend, radfahrend und kletternd durch seine Heimat in Colorado. Für einen Film mit seinem Sponsor La Sportiva ist er jetzt zum legendären „Leadville Ultra” zurückgekehrt und erzählt seine Geschichte. Lohnt sich, hier mal auf YouTube reinzugucken, und zwar nicht nur für LäuferInnen.
Mein Multitool-Messer // Weil mich gerade neulich jemand danach gefragt hat: Auf meiner Deutschland-Expedition hatte ich ein ultraleichtes Multitool von Leatherman dabei, und zwar das Skeletool. Hat für mich die wichtigsten Funktionen erfüllt: Messer, Zange und Kreuzschraubenzieher für das Nachziehen des Verschlusses an meinem Paddel. Vielleicht ja noch eine Last-Minute Geschenkidee ...
So, und falls du noch eine ganz ausgefallene Inspiration für Weihnachten oder das neue Jahr suchst, kommt hier eine Begegnung, die ich am Main-Donau-Kanal hatte – quasi ein exklusiver Vorab-Auszug aus dem Buch „Abenteuerland", an dem ich gerade schreibe:
// Der Anleger dient als Haltestelle für die Flusskreuzfahrtschiffe, die wohl regelmäßig ihre langen Rümpfe über den Kanal schieben. Sehen tue ich auch am nächsten Morgen keins. Auf dem kleinen Parkplatz hinter dem Anleger stehen dennoch einige Autos. Zwei Kleinwagen und drei Campervans, die am Abend schon da waren. Aus dem einen steigt ein Typ mit einer Metallsonde aus und kramt in seiner Hüfttasche. Ich habe mein Zeug auf einem Asphaltstreifen in Ufernähe ausgebreitet, um nicht im nassen Gras frühstücken zu müssen. Als unsere Blicke uns treffen, deute ich ihm wortlos mein Interesse an seiner Ausrüstung an, woraufhin er sichtlich erfreut zu mir rüberkommt. In dieser Gegend, erklärt er mir, gebe es viele alte Stätten keltischen und römischen Ursprungs, Überreste von Siedlungen, Festungen, Beobachtungsposten oder Orte, an denen sich kleinere Gruppen versammelten. Da gehe er hin, um in der Umgebung nach Relikten aus Metall zu suchen: Münzen, Werkzeuge, Waffen. Natürlich will ich wissen, ob er schonmal was gefunden habe. „Ständig”, antwortet er „oft sind es nur Dinge aus unserer Zeit, aber vorgestern habe ich eine Münze ausgegraben, die höchstwahrscheinlich vor vielen Jahrhunderten einem Römer aus dem Rock gefallen ist. 20 Zentimeter unter der Erde lag die, etwas abseits eines Trampelpfads.” Ich bin erstaunt und revidiere im selben Moment mein erstes reflexartiges Urteil, dass jemand, der mit einem Metalldetektor durch die Gegend läuft, sicher leicht einen an der Marmel hat. Für ihn sei das Suchen nach Metall-Relikten ein schöner Anlass, um draußen zu sein und sich zu bewegen. Eine Woche ist er schon mit seinem Van unterwegs und jeden Tag unternimmt er eine Wanderung zu einer oder mehreren historischen Stätten. Alleine die zu finden sei ein Abenteuer, „denn natürlich”, fügt mein Gegenüber hinzu, „sind vor allem die Orte spannend, die noch nicht komplett abgegrast, vielleicht sogar noch gar nicht entdeckt sind.” Seine Augen funkeln bei diesem Satz und ich bin mir nicht sicher, ob ich ihm den großen Fund oder eine ewig währende Suche wünschen soll. //
Montag gibt es eine Sonderfolge FREI RAUS. Wir hören uns!
Christo Foerster
|